Coffee Talk - Shopping, Minimalismus & wie du deinen eigenen Stil findest


Hi meine Lieben! Wie hat euch der erste Coffee Talk - Bist du glücklich? gefallen?

Heute hab ich mir wieder einen leckeren Kaffee mit extra viel Hafermilch gemacht und, da es gerade so richtig schön nass und kalt draußen ist, es mir an meinem Laptop so richtig gemütlich gemacht.

Die perfekte Zeit für den nächsten Coffee Talk!

Diesen Monat hat mich - Herbst & Wetter bezogen - mein Kleiderschrank am meisten beschäftigt. Und da ich gerade noch eine kleine Kaschmir-Pulli Bestellung aufgegeben habe ist es ein super Anlass euch ein bisschen mit in meine eigenen Fashion Welt mitsamt allen eigenen Veränderungen und Gedanken zu nehmen!


Ich muss dazu am Anfang sagen, ich bin kein großer Trend Fan oder Mode Experte. Ich habe über die Jahre rausgefunden, was mir am Besten steht, zu welchen Farben ich am Liebsten greife und worin ich mich wohlfühlen.

In den letzten 2-3 Jahren habe ich durch meine Tätigkeit als Yogalehrerin super viele Sportsachen getragen und sie standen auf meiner Shopping Liste auch super hoch im Kurs! Ich habe quasi in Leggings und kuscheligen Pullis gelebt. Für mich das perfekte Outfit beim Unterrichten. Beweglich genug zum Unterrichten und Vorturnen aber warm genug um nicht kalt zu werden, wenn man nicht soviel im Yogakurs mitmacht, da man die Augen auf seinen Schülern hat. Und Zuhause auf dem Sofa auch nicht schlecht. ;-)


Mit meinen Umzügen dieses Jahr, der Erste an die Nordsee und der Zweite nach Berlin/Brandenburg, habe ich das Unterrichten als Yogalehrer vorerst eingestellt (Yoga Videos mal ausgenommen).

So hat sich der Fokus in meine Garderobe auch etwas gedreht. Auf einmal habe ich keinen Grund ständig in Leggings rumzulaufen (es sei denn ich möchte gerne;-) ) und greife wieder mehr zu Hosen, Röcken, Blusen und schickeren Kleidungsstücken.

Und ich muss sagen ich genieße es sehr!


Der Wunsch nach Veränderung im Aussehen

Wie es so oft mit großen Veränderungen in unserem Leben ist wirkt sie sich nicht nur auf unsere Situation aus. Wir nehmen sie meistens zusätzlich auch an unserem Erscheinungsbild vor! Wer hat sich noch nie nach einer Trennung vom Exfreund/Exfreundin die Haare abgeschnitten oder die Haarfarbe gewechselt?! In meiner Teenie Zeit habe ich das ständig gemacht!


Und so kommt es, das ich mit der Ruhe, die langsam in meinem neuen Leben einkehrt meine Lust steigt mein Äußeres meiner 'neuen Situation' anzupassen. Nur bin ich dieses Mal 31 und nicht mehr spontane 16, und denke zweimal über Veränderungen an meinem Äußeren nach! (Die Haare bleiben dran. Haha!)


Da ich mit meinen Haaren super zufrieden bin und ich mit Make Up nicht das beste Händchen habe und den Natürlichen Look an mir selbst bevorzuge, bleibt meistens nur meine Garderobe als größere Veränderungsmöglichkeit über. Und was soll ich sagen, dort kann man sich auch so richtig austoben!


Also habe ich mir ein paar gute Fragen gestellt, viiiieeel recherchiert, Stunden auf Pinterest zugebracht und mein Leben genau unter die Lupe genommen um eine gute und langlebige Entscheidung für meinen eigenen Stil treffen zu können und in welche Richtung es für mich gehen soll.

Ich wollte nicht alles ändern, denn in vielem weiß ich genau was gut an mir aussieht und vor allem was ich gerne trage. Der größte Fokus sollte meiner Meinung nach immer sein: Ziehe ich es auch wirklich an und fühle mich wohl und wie ich selbst?


Cost per Wear

Wer einigen Fashion Bloggern folgt, hat bestimmt schon einmal von dem neuen "Trend" Cost per Wear gehört. Dabei geht es nicht mehr darum wieviel ein Kleidungsstück kostet, sondern wie oft man es trägt und wie hoch die Kosten am Ende pro Tragen des Kleidungsstücks sind. Eine ziemlich clevere Sache wenn ihr mich fragt. Sie hilft vor allem den Fokus weg von Fast Fashion und Kleidungsstücken zu legen, die man nur 1 oder 2 Mal trägt, weil sie dann aus der Mode sind, auseinander fallen oder verwaschen sind.

Der Blick ist auf etwas mehr Nachhaltigkeit bei der Kleiderwahl gelegt und darauf was man wirklich liebt, gerne trägt und zum eigenen Lebensstil passt. Denn ohne das diese 3 Punkte nicht passen, trägt man das Kleidungsstück nicht oft genug um einen möglichst niedrigen Cost per Wear zu erreichen.

Das ist nicht nur super für den Geldbeutel sondern auch für die Nachhaltigkeit, da es bedeutet, dass man nicht nur seltener, sondern oftmals etwas hochwertiger (obwohl das nicht Pflicht ist!) mit besserer Qualität shoppt und die Kleidung länger trägt.

Win Win für den eigenen Geldbeutel, die Nachhaltigkeit und das etablieren eines eigenen Stils!

So findest du deinen eigenen zeitlosen Stil!

Bye Bye Trends, hallo eigener zeitloser Stil!

Was ich total gerne an dieser Idee mag und der Fokus meiner optischen (Garderoben-) Veränderung ist, ist der leichte Touch Minimalismus und Fokus auf Qualität über Quantität, der einen noch stärker dazu bringt seinen wahren eigenen Stil zu entdecken und zu genießen. Denn wenn man sich auf weniger Kleidungsstücke konzentriert. findet man ziemlich schnell raus ob man sich wirklich in den Sachen gut, wohl und wie man selbst fühlt.


Die Fragen die mir geholfen haben meinen eigenen Stil zu finden

Diese Fragen haben mir geholfen wirklich herauszufinden was ich gerne trage, was für mich wichtig ist, welche Farben ich liebe und was für meinen Lebensstil von Relevanz ist!

Was kaufe ich immer und immer wieder? Zu welcher Art von Kleidungsstück greife ich immer wieder?

Mit 31 Jahren habe ich schon etwas Erfahrung sammeln können was ich gerne trage und was für mich gar nicht geht. So bin ich mit meiner hellen Haut weg von extremen Knallfarben. Super tiefe Ausschnitte und Miniröcke habe ich in meinen Teens und Twens ausprobiert und für nicht ganz passend für mich befunden. Einfach zu unbequem und für mich persönlich zu viel auf das man achten muss, damit man nicht mehr sieht als man zeigen will. Dafür weiß ich das ich super gerne zu engen Hosen greife mit kuscheligen Pullovern, knielangen Taillen-Röcken, Kleider, die eng am Körper anliegen und meine Sanduhr-Form betonen und meinen Hals und Schulterbereich wärmen. Da friere ich nämlich am Meisten.


In welchen Farben habe ich mich immer am wohlsten gefühlt? Was passt gut zu meiner Haut- und Haarfarbe?

In diesem Bereich lohnt es sich verschiedene Farben anzuprobieren und zu schauen wie sich die Gesichtsfarbe dabei verändert. So kann es sein das man in Dunkelblau strahlend schön aussieht aber in Schwarz bleich wie eine Leiche. Knallfarben können einigen einen gesunden Teint zaubern und andere wiederum sehen in Pastell und Naturtönen besser aus.

Mir hilft dabei immer in meinen Schrank zu schauen und mir die Kleidungsstücke rauszulegen, die ich am Liebsten trage. Denn die Stücke, zu denen wir am meisten greifen sind oftmals die, in denen wir uns selbst am schönsten finden und die uns am meisten schmeicheln. Für mich sind das Natur- und Pastelltöne. Ich liebe Beige, Creme, Grau, Blau und ein bisschen Schwarz. Und um ein bisschen Farbe reinzubringen mag ich gerne Pastelltöne, die meinem Hautton schmeicheln, wie Altrosa und etwas farbigere Naturtöne wie Beerentöne, Weinrot, Braun und Dunkelgrün. Wenn man das weiß ist man schon einen großen Schritt weiter! Das Beste: Diese Farbtöne sehen fast immer etwas eleganter aus, was ich ganz gerne mag und lassen sich untereinander vielfältig Kombinieren!


Mag ich lieber super enge Kleidungsstücke oder lockerere?

Einige lieben den Oversize Stil andere ausschließlich Hautenge Kleidung. Ich bin eher der Typ der in der Mitte liegt. Zuviel Oversize ist nicht meins und ich fühle mich als wenn ich in der Kleidung versinke oder zu einem Wattebausch werde. Haha!

Ich mag leicht lockere Pullis, die etwas körperbetonter aber dennoch gemütlich sind. Hosen bevorzuge ich fast immer eng anliegend mit ein paar Ausnahmen wie z.B. Slacks. Röcke im Bleistiftstil oder ausgestellt, aber immer auf Taillenhöhe. So grenzt man seine Auswahl schon ganz gut ein!

Wenn du die Frage nicht eindeutig beantworten kannst hol einfach deine Lieblingsoutfits, die du ständig trägst, aus den Schrank und schau sie dir genau an. Sie geben dir einen super Eindruck was du gerne Kombinierst und worin du dich am wohlsten fühlst.



Welchen Stil mag ich besonders gerne? In welchem Stil fühle ich mich am Wohlsten und bei welchen Gelegenheiten?

Eleganter? Sportlicher? Casual? Schick? Total entspannt? Rockiger? Punkiger?

Hierfür finde ich Pinterest super. Leg dir dort eine Fashion Inspiration Pinnwand an und speichere dir alle Outfitideen, die dir gefallen. Lass dir dafür etwas Zeit und merk dir über mehrere Tage oder Wochen immer mal wieder was um es Sacken zu lassen und nicht die Gefahr zu laufen nur etwas zu pinnen, was du heute gerade super findest, weil du in einer bestimmten Stimmung bist.

Schau dir danach die Pinnwand an und du wirst meistens ziemlich klar ein oder zwei Stilrichtungen erkennen können. Meinen kann ich momentan ziemlich gut unter entspannte Eleganz oder Casual Schick zusammenfassen. Das ist etwas das sich mit meiner Lebensveränderung ergebne hat. Vorher war es mehr eine Mischung aus Sportlich-Casual-Schick. Heute fühle ich mich zu etwas anderen Stilen mehr hingezogen und das ist okay. Dein Stil wird im Core immer ähnlich sein und die Feinheiten werden sich mit dir und deinem Leben etwas verändern. So bleibt es spannend und aufregend. :-)


Meine bevorzugten Materialien?

Eine wichtige Frage wenn du gerne zu mehr Qualität als Quantität tendierst. Ich habe mir das Ziel gesetzt über die Jahre lieber etwas mehr auf Qualität und dafür etwas weniger Teil zu setzen als viel Fast Fashion zu kaufen mit schlechterer Qualität, die nur eine Saison durchhält. Hierbei muss es nicht unbedingt teuer sein. Es gibt auch viele 'normale Geschäfte', die tolle Qualität zu kleinen Preisen anbieten. Tipp: Geh durch die Läden und fass die Kleidung an. Ist sie eher dünner oder hat sie einen dickeren Stoff? Wie fühlt sie sich an? Weich oder kratzig? Wirft sie schnell Falten?

Trainer dein Auge darauf Qualität zu erkennen und Stoffe und Stoff-Mischungen zu erkennen, die du gerne trägst.

Ich liebe im Herbst/Winter etwas robusteren Strick und warmes Kaschmir (Ich friere einfach zu schnell!). Das Plus an diesen Materialen ist, das sie viel langlebiger sind und länger ihre Form halten (wenn richtig gepflegt).


Wie sieht mein Alltag aus?

Eine super wichtige, oft übersehene Frage! Wie oft habe ich schon etwas gekauft, weil ich die Idee davon toll fand! Aber am Ende hatte ich keine reale Gelegenheit es zu tragen. Wenn du nicht zu Cocktailparties gehst brauchst du kein Cocktailkleid. Wenn du in einem Büro mit Dresscode Arbeitest werden dir fast nur sportliche Friezeitsachen nicht weiter helfen. Schau dir deinen Alltag an, sei ganz ehrlich dabei mit dir. Was benötigst du? Wo hast du

viel Freiraum deinen eigenen Stil auszuleben und wo bist du Vorgaben ausgesetzt, an die du dich etwas anpassen musst?

Ich habe früher gerne hübsche, kurze Kleidchen gekauft, die eher Party Kleidung waren oder für besonderere Anlässe. Nur war ich nie der Party Typ und besondere Anlässe gibt es im Jahr oftmals auch nur wenige. So habe ich nach vielen Jahren mich wohl oder übel von vielen dieser Kleider getrennt. Viele von Ihnen hat noch das Preisschild dran.

Heute investiere ich mein Geld lieber in Kleidung, die öfter das Tageslicht sieht und die zu meinem wirklichen Leben passt, das ich sehr liebe.


Wieviel trage ich aus meinem Kleiderschrank in einem Monat/einem Jahr? Wie groß soll meine Garderobe dementsprechend sein? Was ist unnötig?

Ich gehöre eher zu den Minimalisten. Auch wenn ich absolut nicht extrem bin lebe ich lieber mit etwas weniger als zuviel. Das spiegelt sich auch in meinem Kleiderschrank wieder. Je voller er ist, desto weniger ziehe ich daraus an und desto schwieriger finde ich es Outfits zusammenzustellen.

Ich lege keine Zahl fest die ich an bestimmten Kleidungsstücken nur 'haben darf'. Ich mache das eher etwas natürlicher. Solange es ganz entspannt in meinen kleinen Kleiderschrank passt, ohne dass es gestopft ist und es übersichtlich bleibt, bin ich zufrieden. Ich brauche keine 20 Kleider, 50 Pullis und 30 Hosen. Ich bin auch mit 5-10 Kleidern, 10-20 Pullis und 5-10 Hosen zufrieden.

Finde hier dein eigenes Maß. Manchen hilft es sich eine gewisse Anzahl zu setzen, die sie nicht überschreiten. Einige folgen dem Grundsatz 'Ein neues Teil rein, ein altes Teil raus' und andere machen sich darüber weniger Gedanken, misten aber alle 2-3 Monate ihren Kleiderschrank aus, sodass es organisiert bleibt und nicht zu voll wird.

Ich gehöre eher zur letzteren Sorte. Ich bin gut darin rauszuwerfen was nicht mehr zu mir passt, verwaschen oder kaputt ist.


Wieviel Budget habe ich zur Verfügung/möchte ich gerne dafür aufbringen?

Und die abschließende Frage: habe ich die Möglichkeit in höhere Qualität zu investieren? Falls das Budget da ist lohnt es sich bei zeitlosen Stücken und Basics in klassischen Farben anzufangen. Hier lohnt es sich über die Zeit am meisten. (Da sind wir wieder beim Thema Cost per Wear angekommen!)


Tipp: Wenn du dich zu einem neuen Look und Kleidungsstil hingezogen fühlst, mit dem du noch wenig Erfahrung hast und nicht sicher bist ob du länger dabei bleibst und er wirklich zu deinem 'Core Stil' gehört, fange lieber mit ein paar wenigen, günstigeren Teilen an und investiere erst, wenn du dir sicher bist, das es keine Phase ist sondern ein Stil, der zu dir gehört und den du wirklich liebst.


Nach all dem Recherchieren, Gedanken machen und Fragen beantworten haben in den letzten Wochen ein paar schöne Teile Einzug in meinen Kleiderschrank gefunden. Wunderschöner, weicher Kaschmir in grau, beige und blau. Rollkragen Pullis, schwarze Jeans und elegantere Hosen in Natur Tönen. Ein Traum! Und meine Wunschliste für die nächsten Monate hat noch ein paar Teile drauf, auf die es sich zu warten und sparen lohnt, die mich über alle Jahreszeiten hinweg in meinem eigenen Stil und meinem Leben unterstützen, wärmen und strahlen lassen.


Jetzt muss ich nur noch auf das ankommen meiner neuen Kaschmir Pullis warten und der Winter in meinem 'neuen Leben' kann kommen!


Was ist euer Stil? Habt ihr euren Kleiderschrank auch schonmal nach einer größeren Veränderung in eurem Leben umgekrempelt?

Ich bin gespannt! :-) Eure Shirley

#Minimalismus #Fashion #Lifestyle

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