Drei Yogaklischees, die du nicht glauben solltest!


Hallo liebe Yogis,

heute möchte ich euch 3 Yogaklischees vorstellen, mit denen ich schon öfter konfrontiert wurde und die dir eventuell auch durch den Kopf spuken, wenn du an Yoga denkst. Insbesondere wenn du schon etwas länger Yoga praktizierst und auch deine Umwelt davon weiß, dann könnte dir das ein oder andere heute in diesem Blog bekannt vorkommen.

1. Um Yoga machen zu können muss ich meine Füße berühren können


Das ist einer der Klassiker! Viele Menschen glauben leider immer noch, dass Yoga nur etwas für besonders bewegliche Menschen ist. Das kann ich aber guten Gewissens verneinen! Yoga ist für jeden. Egal ob alt, jung, beweglich, unbeweglich, sportlich, unsportlich….Yoga ist wirklich für jeden! Es spielt keine Rolle wie tief du in eine Dehnung rein kommst oder ob du im Stehen noch mit den Händen auf den Boden kommst. Alle Yogaübungen lassen sich so ausführen, dass jemand der sehr starr in den Bänden ist als auch jemand der vielleicht sogar schon zur Überbeweglichkeit neigt, sie ausführen kann. Es ist sogar so, dass Menschen, die sich eher als ungelenkig ansehen und eher (noch) etwas starrer in den Bändern sind, im Yoga einen besonderen Schutz haben und viel weniger dazu neigen sich zu verletzten.

Also vergiss dieses Klischee gleich wieder und rauf auf die Matte und tu was du kannst mit dem was du hast! Wie ich auch in meinen Yogastunden immer wiederhole: es kommt nicht darauf an wie weit du in die Asana kommst oder wie nah deine Nase an deinem Knie ist, die positive Wirkung der Asana auf Körper und Geist ist immer gegeben. Egal in welcher Variante du sie ausführst. Nur Mut! :-)

2. Beim Yoga sitzt man auf dem Boden und macht nichts weiter als atmen

Ein weiterer weit verbreiteter Glaube über Yoga. Ich denke das kommt von den vielen hübschen Abbildungen von Buddha oder Yogis auf der ganzen Welt im Lotussitz, selig lächelnd und tief versunken in ihre Meditation. Und obwohl das Sitzen, Atmen und Meditieren ein wichtiger Bestandteil von Yoga sind, sind sie nicht alles. Gerade in dynamischen, sportlichen Yogastilen wie z.B. Vinyasa Yoga oder auch Ashtanga Yoga, ist Yoga sehr kraftvoll und aktiv.

Es ist gewollt, dass du ins (leichte) Schwitzen kommst und deinen Körper von einer Asana in die nächste bewegst. Viele Schüler sind nach ihrer ersten Vinyasa Yogastunde überrascht wie anstrengend und sportlich aber dennoch entspannend Yoga sein kann.

Du verbindest deinen Atem mit der Bewegung, so dass eine Meditation in Bewegung entsteht. Wenn die sportlichen Yogastile nicht so ganz dein Ding sind und du ruhigere Arten von Yoga lieber magst, dann versuch doch zum Beispiel mal Yin Yoga. Yoga ist so vielschichtig und es gibt inzwischen so viele Yogastile, dass für jeden etwas dabei ist. Nimm das was du magst und was dir gut tut und lass den Rest weg!


3. Als Yogi bist du dauerentspannt und durch nichts und niemanden aus der Ruhe zu bringen

Wenn es nur so wäre! ;-) Wenn du ein Yogi bist, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du eine grundsätzlich entspanntere Haltung dem Leben gegenüber hast und auch auf deine Außenwelt im Vergleich zu Nicht-Yogis entspannter wirkst.

Aber dennoch sind wir Yogis auch nur Menschen mit Gefühlen und diese spielen auch bei uns ab und zu verrückt. Auch wenn wir in unserer Yogapraxis daran arbeiten innere Ruhe zu finden, nah bei uns selbst zu sein und mit einer glücklichen und entspannten Haltung dem Leben und seinen Herausforderungen zu begegnen, haben auch wir Tage, an denen wir am liebsten nur im Bett bleiben und die Decke über den Kopf ziehen wollen. Auch wir haben unsere Knöpfe, die andere Menschen bei uns drücken können und wir gehen in die Luft.

Yoga hilft uns auf der Matte den Umgang mit Herausforderungen zu üben, so dass wir diese Haltung mit in den Alltag nehmen können. Ein perfektionistischer Ansatz ist hier jedoch fehl am Platz. Wir sind alle Menschen, die lernen, wachsen und uns entwickeln und dabei Fehler machen, mal vom Weg abkommen und wieder zurück zu uns und unserer Mitte finden. Und genau darum geht es. Eine eigene Balance zu finden, sich selbst kennen zu lernen, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Das ist das Leben, das ist Yoga.

Kennst du weitere Yogaklischees von denen du denkst, dass sie absoluter Quatsch sind? Teile sie mit uns in den Kommentaren!

Namasté

Deine Shirley

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