Yoga im Herbst: Lass los


Hallo liebe Yogis,

der Herbst ist inzwischen voll da. Die Blätter verfärben sich und fallen zu Boden. Es wird immer kälter, die Herbstwinde verwehen unsere Haare und es sieht ein bisschen bunter und rötlicher aus.

Im Herbst bereitet sich alles auf den Winter vor. Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel, die Temperaturen fallen und man verspürt das Bedürfnis sich Zuhause einzukuscheln, es sich richtig gemütlich zu machen und zur Ruhe zu kommen.

Der Herbst ist einfach die perfekte Zeit um den Fokus auf das Loslassen und das zur Ruhe kommen zu legen. Auch im Yoga hat das zur Ruhe kommen und das Loslassen eine besonders große Bedeutung.

Patanjali schrieb im Yoga Sutra bereits:

„Yogas chitta vritti nirodhah“ – Yoga Sutra 1.2

Übersetzt bedeutet es soviel wie: Yoga ist das zur Ruhe kommen des sich ständig verändernden Geistes.


Yoga kann uns helfen uns nicht mehr mit dem ständigen Gedankenstrom in uns zu identifizieren und zu uns selbst und unsere ureigene innere Ruhe zu finden. Du lässt los, bist vollkommen klar und bei dir. Äußere Einflüsse können dich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen, deine Atmung wird harmonischer und dein Geist klarer und ruhiger.

Der nervige Kollege, die lange Schlange im Supermarkt oder die extra Aufgabe auf der Arbeit, die dich sonst immer in Stress und Anspannung versetzt hat, haben plötzlich nicht mehr soviel Einfluss auf dich. Deine Stimmung ist stabiler, deine Atmung tiefer und in dir fühlst du Ruhe und Entspannung. Zu schön um wahr zu sein? Mit etwas Übung absolut möglich!

Was kann dir dabei helfen loszulassen und zur Ruhe zu kommen?

Schaffe Ordnung

Eine saubere und ruhige Umgebung wirkt sich beruhigend auf deinen Geist und deine Gedanken aus. In solch einer Umgebung praktiziert es sich auch gleich viel einfacher und das Loslassen auch in den Asanas funktioniert leichter, da dich nichts ablenkt.

Setze einen Fuß vor den anderen

Wie sagt man so schön: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Gehe die Dinge nach und nach und Schritt für Schritt an. Überfordere dich nicht indem du alles auf einmal machen möchtest. Fang mit dem an, was dir am wichtigsten und dringendsten erscheint und beende eine Aufgabe bevor du zur nächsten gehst. Behalte deinen Fokus währenddessen bei und lass die Gedanken an alles, was du sonst noch vermeintlich tun musst, für diese Zeit los. Wenn du deinen Fokus verlierst und deine Gedanken abschweifen, lenke sie ohne dich selbst zu verurteilen einfach wieder auf deine momentane Aufgabe zurück. Wiederholung und Achtsamkeit sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Du wirst sehen, dass du viel schneller und entspannter an dein Ziel kommst.


Akzeptiere deine Grenzen

Sei sanft mit dir und akzeptiere wenn etwas (im Yoga und im Leben) mal nicht so klappt wie du es dir gewünscht hast. Akzeptiere deine eigenen Grenzen. An eine Grenze zu stoßen bedeutet nicht, dass du nicht gut genug bist oder es nicht genug versucht hast, sondern nur das du ein Mensch bist. Grenzen sind nicht immer da um überschritten zu werden (vor allem nicht die körperlichen!). Sie helfen dir zu erkennen an welcher Stelle du eventuell etwas sanfter mit dir sein kannst und leiten dich auf gesunde Weise und im Einklang mit dir und deinen Fähigkeiten zu deinem Ziel. Lass den Perfektionismus los und konzentriere dich auf Selbstakzeptanz.

Sei geduldig

Oft wünschen wir uns ganz schnell an unser Ziel zu kommen. Leider funktioniert das Leben so oftmals nicht. Sei geduldig, wenn du es nicht sofort schaffst kreisende Gedanken los zu lassen. Sei Geduldig mit dir, wenn du es einen Tag mal nicht schaffst Ruhe zu finden und alles aus dem Ruder läuft. Wirklich gute Dinge und Veränderungen im Leben brauchen Zeit. Gib nicht auf, bleib weiter am Ball, auch wenn es mal nicht so klappt wie du es dir erhofft hast. Mit der Zeit und der Übung wird es dir leichter fallen deine Gedanken zu beruhigen, zur Ruhe zu kommen und dich von den Stürmen des Lebens nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen zu lassen.

Übe Yoga

Und natürlich übe Yoga! Der Platz auf deiner Matte ist ein guter Ort um dein Gedankenkarussel anzuhalten und dich auf das zu fokussieren, was du machst. Mit regelmäßiger Übung, etwas Geduld und Akzeptanz deiner (momentanen) Grenzen, kommst du schnell an dein Ziel. Wichtig ist, dass du am Ball bleibst und regelmäßig übst. Mit der Zeit fallen dir die Asanas viel leichter, deine Hände berühren mit Leichtigkeit den Boden und Dehnungen funktionieren besser als gedacht. Dein Fokus verschärft sich, du bist sanfter mit dir selbst, entspannter und innerlich ruhiger. Diese Einstellung und Umgang mit dir selbst nimmst du von der Matte mit in dein Leben und in deinen Alltag. Auch hier wirst du schnell feststellen, dass du weniger schnell aus der Ruhe zu bringen bist. Das du deinen Fokus und deine Gedanken auf die Dinge leiten kannst, die in dem Moment wichtig sind, das du Aufgaben schneller erledigt, innerlich ruhiger bist und dem Leben mit einer entspannteren Haltung begegnest.

Probiere es aus und sei sanft mit dir! Du selbst bist der Mensch, mit dem du den Rest deines Lebens rund um die Uhr verbringen wirst. Mach es zu einer schönen Erfahrung! Du bist es wert! :-)

Namasté

Deine Shirley

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